Vor der Saat

Material:Material

  • Saatgut
  • Erde/Substrat
  • Gewächshaus oder Töpfe + Folie zum abdecken
  • Schilder zum Beschriften der Sorten
  • Werkzeug (zB. kleine Schaufeln (Esslöffel), Pinzette)
  • Watte/Küchentücher
  • Sprühflasche und Gießkanne
  • evtl. künstliche Beleuchtung und Heizmatte
  • evtl. Pinsel zum bestäubenHeizmatte

Saatgut

Chili- und Paprikasamen kann man z.B. im Internet (Online-Shops, Samenbörsen, Foren, Chili-Seiten) und im Handel (Baumarkt, Saatzuchtbetriebe) bekommen.
Auch bei uns im Hot-Pain Forum findet Ihr eine Samentauschbörse und viele Links bzw. Erfahrungen zu Saatguthändlern. Schaut einfach mal rein.

Keimtest

Ein Keimtest vor der Aussaat dient der Überprüfung der Keimfähigkeit der Samen.
Man legt ein paar Chilisamen auf feuchtes Küchenpapier (Watte) und deckt dieses mit Folie ab.
Nach Anzahl der keimenden Samen kann man dann berechnen, wie viele Samen man in etwa benötigt, um die gewünschte Pflanzenanzahl zu bekommen.
Dabei sollte man aber auch beachten, dass viele Sorten eine lange Keimzeit haben bzw. nur sehr schwer zum Keimen zu bringen sind. Dies trifft zum Beispiel auf die Sorte Tepin und auf viele Wildarten zu.Keimtest

Da wir meistens Samen gekauft haben, haben wir bisher vor der Saat selten einen Keimtest durchgeführt. Wir haben nur dann einen Keimtest gemacht, wenn wir nicht genau wussten, wie alt die Samen schon sind.

Der Keimtest ist auf jedem Fall auch für Leute mit begrenztem Platz ratsam. Denn der Erfahrung nach fällt es den meisten schwer einfach ein paar Keimlinge auszusortieren. Und dann wird es natürlich eng, wenn man nicht allzu viel Platz zur Verfügung hat.
Zudem haben wir den Keimtest auch schon als Alternativmöglichkeit zum Keimen in der Erde genutzt. Hintergrund war, dass wir ein paar Sorten hatten, die einfach nicht so richtig keimen wollten. Wir haben dann alle übrig gebliebenen Samen in eine Dose mit Küchenpapier gelegt und die Keimlinge später dort entnommen und in die Erde gesetzt. Dabei muss man allerdings sehr vorsichtig sein und darf nach der Keimung nicht zu lang warten, denn die Wurzeln wachsen schnell in das Küchenpapier ein. Will man die Keimlinge erst dann umsetzen, reißt oftmals die Wurzel teilweise ab. In so einem Fall einfach das Küchenpapier abschneiden und mit einpflanzen, damit die Wurzeln nicht übermäßig beschädigt werden.
Keimtest
Auf den Bildern rechts kann man sehen, wie so ein Keimtest aussieht. Im oberen Bild wächst zuerst die Keimwurzel aus dem Samen und im unteren Bild sieht man schon die kompletten Keimlinge.

Erde / Substrat

Hier nimmt wohl jeder das, was ihm letztendlich besser gefällt. Denn alles hat seine Vor- und Nachteile. Und ob nun eine Lösung wirklich besser ist, als die andere, darüber lässt sich streiten.

Die Nutzung von Anzuchterde bringt viele Vorteile. In ihr sind wenige bis gar keine Nährstoffe enthalten und sie ist zudem meist sehr locker. Man kann ihr auch zusätzlich noch Perlite beimengen, damit die Lockerung verstärkt wird. Die Wurzeln können somit leicht durch die Erde wachsen und bilden sich schnell kräftig aus, da die Pflanze nach Nährstoffen sucht. Zudem kann man die Pflanzen sehr leicht pikieren.
Bei dieser Variante haben wir zur Anzucht die besten Erfahrungen mit nährstoffarmem Kokossubstrat gemacht. Das Substrat (oben auf dem ersten Bild zu sehen) behält seine lockere Struktur und wird nicht fest wie manch andere Torfsubstrate. Zudem ist die Wasseraufnahme und -speicherung wesentlich besser. Es verschlämmt nicht, sondern speichert das Wasser eher wie ein Schwamm, so dass es immer ausreichend belüftet ist.

Nimmt man gleich Blumenerde o.ä., sind schon Nährstoffe enthalten. Sie ist also vorgedüngt. Beim Keimen macht das nach unserer Erfahrung keinen Unterschied. Nur das Wurzelwachstum ist nicht ganz so stark, da die Pflanzen schon mit den ersten kleinen Wurzeln sofort Nährstoffe zur Verfügung haben.
Wir säen unsere Chilis trotzdem direkt in vorgedüngte Erde – ebenfalls eine Erde auf Kokosbasis. Diese ist trotz Humusanteil sehr locker und hat, wie das nährstoffarme Kokossubstrat, eine gute Wasseraufnahme- und Wasserspeicherfähigkeit. Der große Vorteil ist, dass man wenig Probleme mit dem Düngen hat. Im privaten Anbau ist es sonst schwer in jedem Wachstumsstadium die passende Düngermenge zuzuführen. Man hat ja keine Maschinen, die wie im konventionellen Anbau ständig den Nährstoffgehalt prüfen und die benötigte Nährstoffmenge errechnen, die dann über die Bewässerung zugeführt wird.

Welche Variante besser funktioniert, sollte man für sich selbst entscheiden. Am besten selbst probieren und dann entscheiden, was für Euch besser funktioniert.

Töpfe / Gewächshaus

Für die Anzucht eignen sich die verschiedensten Gefäße. Ob nun gekaufte Blumentöpfe, gesammelte Joghurt- / Quarkbecher, Torftöpfe, Jiffys oder ähnliches – die Hauptsache ist, dass das Wasser aus den Gefäßen gut abfließen kann und sich nicht staut.

Anfangs waren wir von Torftöpfe überzeugt. In den letzten Jahren haben sie sich aber immer negativer auf das Wurzelwachstum ausgewirkt. Das Material zersetzte sich teilweise gar nicht und somit gab es auch kein großes Wurzelwachstum.
Wir haben mit der Umstellung auf das Kokossubstrat auch da eine neue Variante ausprobiert – kleine Plastikschnapsgläser. Natürlich kann man sich auch entsprechend kleine Pflanztöpfe kaufen. Hauptsache ist, dass die Gefäße Löcher haben, aus denen überschüssiges Wasser ablaufen kann.
Das Wurzelwachstum ist bei dieser Variante um Weiten besser und die Ballen lassen sich beim Umtopfen sehr leicht aus den Bechern lösen.

2014 Powered By Wordpress, Goodnews Theme By Momizat Team