Pflege

Wasser
Die Erde sollte immer gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass gehalten werden. Die Töpfe sollten also einen guten Wasser-Abfluss gewährleisten und nicht im Wasser stehen.
Oftmals wird empfohlen, destilliertes Wasser zu nutzen, da es in vielen Regionen sehr kalkhaltiges Wasser gibt oder auch der Chlorgehalt sehr hoch ist.
Bei uns bekommen die Pflanzen fast ausschließlich Regenwasser und wenn das nicht zur Verfügung steht Leitungswasser. Beim Regenwasser sollte man besonders auf die Temperatur achten, grad zu Jahresbeginn. Ist das Wasser zu kalt, kommt es zu einer Schockwirkung bei den Pflanzen. Als wir noch in einer Region gewohnt haben, wo das Leitungswasser sehr kalkhaltig war, haben wir zum Teil Leitungswasser genommen und zum Teil gefiltertes Wasser (einfacher Haushalts-Wasserfilter). Das hat wunderbar funktioniert und die Pflanzen sind bestens gewachsen.

Temperatur
Chili- und Paprikapflanzen benötigen – vor allem zum keimen – hohe Temperaturen (22-30°C). Hat man nur ein paar Grad weniger, macht sich dies gleich bei der Keimdauer bemerkbar. Am besten ist es also, wenn man ein beheizbares Gewächshaus oder eine Heizmatte hat. Damit kann man die Temperatur vor allem auch konstant halten. Man kann hier aber auch zu günstigeren Methoden greifen, die dann allerdings oft etwas umständlicher sind. Da wir immer erst Ende Februar bzw. Anfang März gesäht haben, verzichteten wir die ersten Jahre auf den Kauf einer Heizmatte und haben die kurze Zeit bis zu den ersten wärmeren Temperaturen improvisiert. Unter das Gewächshaus wurde einfach eine dicke Styropor-Platte gelegt und ab und zu wurden noch Wärmepads dazwischen geschoben. So war es auch auf der Fensterbank im Februar schon warm genug. Nachts, haben wir die Gewächshäuser auf die Heizung gestellt.
Wenn die Pflanzen einmal gekeimt sind, kann man die Wärme wieder etwas vernachlässigen. Das wichtigste ist jetzt genügend Licht.

Licht
Licht ist ein sehr wichtiger Faktor für die Chilipflanzen, denn sie können nicht genug davon bekommen.
Falls zu wenig Licht vorhanden ist fangen die Pflanzen an zu vergeilen, d.h. sie wachsen überdurchschnittlich hoch und haben dünne Sprosse. Was natürlich für die Wiederstandsfähigkeit mehr als schlecht ist. Um das zu vermeiden ist es am günstigsten, wenn man für sie einen Platz an der Südseite hat. Aber auch da ist das Licht in unseren Regionen nicht ausreichend, wenn man sehr zeitig mit der Anzucht beginnt. Hierfür gibt es von verschiedenen Herstellern spezifische Lampen, mit denen man in den dunkleren Jahreszeiten das Sonnenlicht ersetzen kann. Oder man hilft sich selbst und baut sich einen „Spiegel“. Einfach ein Stück Alufolie so befestigen, dass das Licht, was durch das Fenster kommt, reflektiert wird. Auf die Weise haben wir uns uns immer beholfen. Es ist günstig und funktioniert noch dazu bestens.
Stellt man die Pflanzen dann raus, sollte man vorsichtig sein, damit die Blätter nicht gleich in der Sonne verbrennen. Am günstigsten ist es die Pflanzen schon bei den ersten Sonnenstrahlen rauszustellen. Da ist die Sonne noch nicht zu stark. Wichtig ist dann aber abends daran zu denken, sie wieder reinzuholen, da die Temperaturen nachts noch nicht hoch genug sind.

Belüften
Belüftet sollte immer dann werden, wenn die Folie oder das Gewächshaus von innen sehr stark beschlagen ist, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit sammelt und kein Schimmel bzw. weniger entsteht.

„Wind“
Bewegung ist in dem Sinne für die Pflanzen sehr wichtig, dass sie dadurch an Standfestigkeit gewinnen. Werden sie bewegt, erkennen sie sozusagen ihre Schwachstellen und verfestigen diese. Man sollte das vor allem beachten, wenn man sie später ins Freie pflanzen will, denn sie sollen ja nicht gleich beim ersten kleinen Sturm abbrechen.
Aber wie macht man das am besten mit dem Wind in der Wohnung?
Wir haben zwei bis drei mal am Tag mit der Zeitung etwas „Wind gemacht“. Oder auch mal das Fenster weit geöffnet, als die Temperaturen schon etwas wärmer waren. Das macht schon eine Menge aus.
Man kann aber ab und an einen kleinen Lüfter neben die Pflanzen stellen, das macht natürlich weniger Arbeit.

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