Capsicum cardenasii

Allgemeines:
Capsicum cardenasii BlüteUrsprünglich stammt Capsicum cardenasii aus dem bolivianischen und peruanischen Andengebiet. Dort bezeichnet man sie als „Ulupica“. Die erste Pflanze wurde in einer Höhe von 2400 m entdeckt.

Diese Art weicht allerdings genetisch sehr stark von den anderen Capsicum-Arten ab, weshalb alle Kreuzungsversuche bisher fehlgeschlagen sind. Am engsten ist sie jedoch mit Capsicum pubescens verwandt. Trotzdem wird weiter daran gearbeitet eine Möglichkeit für Kreuzungen zu finden, da sie eine Resistenz gegen den Tabak-Mosaik-Virus aufweist. Dieses Merkmal wäre sehr vorteilhaft für die kultivierten Arten.

Habitus:
Bei den Chilipflanzen handelt es sich um Halbsträucher, d.h. die Triebe verholzen an der Unterseite und sind im Capsicum cardenasiimittleren und oberen Teil krautig und grün. Das Verholzen ist hier sogar recht stark ausgeprägt, die Triebe verholzen also vergleichsweise weit nach oben. Allerdings sind die verholzten Triebe auch sehr brüchig.
Normalerweise haben die Pflanzen etwa eine Höhe von 1 m, wobei der seitliche Wuchs ca. 2/3 der Höhe beträgt. Im Vergleich zu den anderen Arten sind sie relativ kurzlebig.

Blätter:
Die ganzrandigen Blätter sind eiförmig bis oval und spitz zulaufend. Teilweise weisen sie eine leichte Behaarung auf. Zerreibt man sie, entfaltet sich der gleiche Geruch wie der von Tomatenblättern.

Blüten:
Die glockenförmigen Blüten wachsen meist einzeln oder paarweise pro Verzweigung an aufrechten Blütenstielen. Capsicum cardenasii SamenDie Blütenblätter sind weiß mit einer violetten Färbung an den Spitzen der Kronblätter.

Einzigartig unter allen Capsicum-Arten ist die Selbst-Inkompatibilität der Pflanzen. Das bedeutet, dass die Pflanze sich nicht selbst bestäuben kann. Sie benötigt also unbedingt noch eine zweite Chilipflanze ihrer Art dafür.

Früchte:
Wie bei allen Wildarten handelt es sich um kleine Beerenfrüchte. Sie sind ca. 1 cm groß, dünnwandig und reifen rot ab. Von den gelblichen Samen sind meist nicht viele in den Früchten zu finden. Die Schärfe liegt etwa bei 7 (30.000 SCU).

In den Herkunftsländern werden die Beeren oftmals unreif gesammelt und getrocknet. Man verwendet sie als Gewürz. Allerdings nicht zum kochen selbst, sondern zum individuellen nachwürzen beim essen. Ähnlich wie bei uns der Pfeffer- und Salzstreuer auf den Tischen steht.

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