Aussaat

Wann?
Der Zeitpunkt lässt sich schwer genau festlegen, da nicht alle Chili- und Paprikasorten im Wuchs und bei der Reifung gleich schnell sind. Als günstigen Zeitraum kann man daher die Monate Januar bis März bezeichnen.
Natürlich kann man auch früher oder später beginnen. Aber dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es entweder anfangs noch zu kalt ist, oder die Früchte es am Ende des Jahres nicht mehr schaffen abzureifen, weil schon wieder schlechtes Wetter ist.
Den Zeitpunkt sollte man also vor allem dann genau wählen, wenn man die Chilis ins Freie pflanzt. Außerdem sind auch die Bedingungen entscheidend. Beleuchtet man zum Beispiel nicht künstlich bei der Aufzucht, ist eine Aussaat vor März ungünstig, weil die Lichtverhältnisse zu schlecht sind.

Vorbereitung
EinweichenHat man frische Samen aus einer Chili oder Paprika, braucht man diese nur in angefeuchtete Erde zu bringen, da die Samen nicht ausgetrocknet sind. Meist keimen frischen Samen sogar schneller.
Beim Kauf oder Tausch sind die Samen immer getrocknet. Dann können die Chili- oder Paprikasamen vorher in lauwarmem Wasser oder Salpeter-Kaliumnitrat-Lösung eingeweicht werden. So können sie vorquellen bevor sie in die feuchte Erde kommen. Über die Dauer des Einweichens gibt es Meinungen, die von ein paar Minuten bis hin zu ein oder zwei Tagen reichen. Genauso gut kann man die Samen aber auch, wie eben angedeutet, so in die Erde bringen, wenn man diese gut feucht hält. Sie keimen dann genauso gut, nur dauert es eventuell mal einen Tag länger.
Die besten Ergebnisse haben wir bisher mit der Salpeter-Kaliumnitrat-Lösung erreicht. Wir haben die Samen für etwa 1 Tag in die Lösung gelegt und dann in die Erde gesetzt. Die ersten Samen keimten so schon nach 3 Tagen.
Bei Wildarten und ihre engen Verwandten, wie zum Beispiel Tepin empfiehlt sich das Einweichen auf jeden Fall mit Salpeter-Kaliumnitrat, da diese wie schon angesprochen oft Probleme machen beim Keimen bzw. sehr lange Keimzeiten haben.
GesätWährend die Samen im Wasser liegen, kann man die Töpfe mit Erde füllen und dann alles gut befeuchten.
Besser ist es auch die Beschriftung der Sorten schon im Vorfeld zu machen, dass während der Saat im Anschluß keine Verwechslungen auftreten.
Falls künstliche Beleuchtung oder Wärme genutzt wird, sollte man diese Dinge auch schon vorbereiten. So muss man bei der eigentlichen Aussaat nur noch darauf achten die richtigen Samen in die passend beschrifteten Töpfe legen.

Saat
GewächshausNachdem alles vorbereitet wurde und die Chilisamen gut eingeweicht sind, braucht man die Samen wie gesagt nur noch in die vorgesehenen Töpfe zu legen und mit einer Schicht (5-10 mm) Erde zu bedecken.
Darüber gibt es allerdings auch unterschiedliche Meinungen. Einige Leute behaupten, dass Chilis Lichtkeimer sind und man die Samen deshalb nur auf die Erde legen soll. Wir haben beides probiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist, die Samen mit Erde zu bedecken. Hierbei macht allerdings nicht das keimen an sich den Unterschied (das funktioniert bei beiden Methoden), sondern das Entfalten der Keimblätter. Wenn man die Samen über der Erde hat, führt das dazu, dass die Samenhülle trocken wird und dadurch können sich die Keimblätter nur schwer bzw. gar nicht aus der Hülle lösen. Bilder dazu gibt es unter dem Punkt „Keimen“ zu sehen. Ausserdem spricht auch die Samengröße dagegen, dass es Lichtkeimer sind, da dies eigentlich eher bei den wirklich kleinen Samen der Fall ist.
Nach der Saat sollte man die Töpfe mit Folie abdecken bzw. den Deckel des Gewächshauses schließen. Ab und an lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden darf aber nicht vergessen werden.

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